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Martinsmad  2002 m.ü.M. 

Die Martinsmadhütte liegt in einer wilden Landschaft oberhalb Elm, eingebettet zwischen den Zwölfihörnern und dem Laaxer Stöckli am Nordabfall des Vorab. Sie steht allen Bergsteigern und Bergwanderern offen.

Die Hütte bietet schöne Hochtouren, markierte Wanderungen, Plaisir-Klettereien, einen hüttennahen Klettergarten mit einfachen Routen, eine Kinderseilbahn sowie etwas oberhalb der Hütte einen Klettergarten für Anfänger und Könner.

 

Die Martinsmad ist eine typische Sommerhütte, von einem Besuch im Winter ist abzuraten. Die Zustiege sind mit Schnee heikel und es gibt keine lohnenden Skitourenmöglichkeiten.

Am 7. Juli 2008 wurde die Tektonikarena Sardona ins UNESCO-Welterbe aufgenommen. Grund dazu sind die einzigartig gute Sichtbarkeit der tektonischen Strukturen und die Erlebbarkeit der Prozesse der Gebirgsbildung.

Die Martinsmadhütte befindet sich im Gebiet der Tektonikaren Sardona. In ihr stehen die Berge kopf: Entlang einer markanten und von Weitem gut sichtbaren Linie, der sogenannten "Glarner Hauptüberschiebung", wurden während der Entstehung der Alpen alte Verrucano-Gesteine (250-300 Mio. Jahre alt) auf viel jüngere Flysch-Gesteine (35-50 Mio. Jahre alt) oder Kalke (ca. 100 bis 150 Mio. Jahre alt) geschoben. Im nördlichen Teil des Welterbes (Sool, Weisstannental, Pizolgebiet) liegen bräunliche, verschieferte Flyschsteine unterhalb der Linie, im südlichen Bereich (Ringelspitz, Cassonsgrat, Laaxer Stöckli/Piz Grisch) sind es hellgraue Kalksteine. Es kamen also ältere auf jüngeren Schichten zu liegen.

Diese Überschiebung hat vor rund 25-40 Mio. Jahren infolge der Kollision von Afrika mit Europa tief im Erdinnern stattgefunden.Ganze Gesteinsdecken wurden dabei 35-40 km nach Norden verfrachtet. Durch die Hebung der Alpen und den gleichzeitigen Abtrag der überliegenden Gesteinsmassen kam die Überschiebungslinie an die heutige Position hoch in den Bergen. Siehe Foto mit der Überschiebungslinie am Ofen auf ca. 2‘650 m, wo unter der Linie Kalke sind und darüber eher grünlicher Verrucano.

Mehr Informationen unter: www.unesco-sardona.ch

Schlafplätze 48
 
Telefon Hütte 055 642 12 12
 
Koordinaten 733.330 / 194.990 
 
Landeskarten  247 Sardona (50'000)
1174 Elm (25'000)
1194 Flims (25'000)

Bewartung, Halbpension

Juli und August durchgehend bewartet, im Juni und vom September bis Mitte Oktober an den Wochenenden oder auf Anfrage. Information bei der Tschinglenbahn beachten

Der Winterwinterraum ist das ganze Jahr über zugänglich.

Übernachtungs- und Halbpensionspreise 2013 (Änderungen vorbehalten)

Kategorie   Übernachtungs-preise * Total (Übernachtung
mit Halbpension) *
A:
SAC-Mitglieder (gemäss dem ZV-Beitragsreglement) und Mitglieder von Organisationen mit Gegenrecht
 
 


CHF 20.00


CHF 54.00

B:
Mitglieder der SAC Jugend (bis zum vollendeten 22. Altersjahr; inkl. jugendliche Teilnehmer an Touren / Kursen der SAC-Jugend) und Mitglieder von Organisationen mit Gegenrecht.

Leiter von Sektionstouren und Leiter der SAC-Jugend
 
 
CHF 12.00






CHF 12.00

CHF 37.00






CHF 46.00
C:
Alle übrigen Gäste ab dem 18. Altersjahr
 
CHF 30.00

CHF 64.00
D:
D1: Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 10. Altersjahr

D2: vom 11. bis zum vollendeten 17. Altersjahr

 
CHF 8.00


CHF 17.00

CHF 28.00


CHF 42.00

* zuzüglich Kurtaxen gemäss Tourismusgesetz des Kantons Glarus vom 5. Mai 2007:
Erwachsene ab 16 Jahren pro Person Fr. 1.70
Kinder 6 bis 16 Jahre pro Kind Fr. 0.85

Bergführern in Ausübung ihres Berufes wird der Übernachtungspreis erlassen.

Im Übernachtungspreis mit Halbpension sind Übernachtung, Nachtessen, Frühstück und Marschtee inbegriffen.

Hüttenwart

Barbara Rhyner, Untertal 31, 8767 Elm GL, Tel. 055 642 23 80, Natel 079 342 41 60

Reservation

Direkt bei der Hüttenwartin.

Bei Reservationen und Anfragen gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) für SAC-Hütten.

Zugang zur Hütte

Markierte Zugänge von Elm aus: Der abwechslungsreiche Hüttenweg führt durch eine bizarre Landschaft von Elm Untertal über Wisli-Lauiboden durch die wildromantische Tschingelschlucht nach Alp Nideren (1½ Std). Zur Alp Nideren (Tschinglenalp) kommt man auch mit der kleinen Luftseilbahn (Auskünfte über den Bahnbetrieb siehe unten). Weiter dem  Weg folgend über Matt und Rindermätteli zur Hütte. Vom Weg aus Einblick in die Wasserfälle des Tschinglenbaches. Die abschüssigen Stellen sind durch Drahtseile gesichert. Es ist gutes Schuhwerk und Trittsicherheit erforderlich. Schwierigkeitsgrad T3. Zeitbedarf 3 Std. mit Seilbahnbenützung 1½ - 2 Std.

Varianten:

Von der Kirche Elm aus durch das Bergsturzgebiet zum Firstboden (herrlicher Aussichtspunkt), kurzer Abstieg auf die Alp Nideren zum Hüttenweg. Schwierigkeitsgrad T3. Zeitbedarf ca. 4 Std.

 

Über das Mittaghorn (2415 m), Schwierigkeitsgrad T4/(T5)
Vom Firstboden (1744 m) auf alpiner Route (weiss-blau-weiss) über den Nordgrat in 2½ Std. aufs Mittaghorn und in ¾ Std. ostwärts zur Hütte absteigen. Abwechslungsreiche Gratwanderung mit wunderbarer Aussicht. Steile Grasbänder sind mit Drahtseilen und Wegstufen gesichert. Zum Firstboden gelangt man auf oben beschriebener Variante in 2½ Std. von Elm aus oder in ¾ Std. ab der Alp Nideren.

Seilbahn Elm-Tschinglenalp (Nideren); Fahrplan und Tarife siehe www.tschinglenbahn.ch oder www.elm.ch
 


 
 
 
Bild: Aufenthaltsraum der Hütte (13.07.2007)   Bild: Verpflegung bei der Hütte (18.06.2005)
Fotograf: Hansueli Rhyner, Bergführer

Hüttenklettergarten!

Ostseitig der Hütte sind zwei kurze, einfache Kletterrouten und zwei TopRope Stellen eingerichtet. Wie das aussieht? Schauen Sie hier.


 
 
 
Bild: Kinderseilbahn vor der Hütte (25.08.2007)   Bild: Kletterei am Gletscherhorngrat (19.06.2005)
Fotograf: Hansueli Rhyner, Bergführer

Klettergarten "Schneehorn"

Oberhalb der Hütte, Richtung Vorab, liegt am Fuss des Schneehorns der Klettergarten auf einer Höhe von 2605 m. Der Zugang ist markiert. Der Klettergarten bietet gut gesicherte Klettereien vom 2. bis 6. Schwierigkeitsgrad. In der Hütte liegt ein Plänchen mit Schwierigkeitsangaben zu den Routen zum Mitnehmen bereit.

Tourenmöglichkeiten ab der Martinsmadhütte

Wanderung auf markiertem Bergweg zum Mittaghorn (2415 m)
   
Neu: Markierte und mit Fixseilen abgesicherte Route über den Nordgrat ab
    Firstboden (1744 m); Schierigkeitsgrad T4/(T5).

Über den Grischsattel auf markierten Wegspuren nach Flims, mit Abstecher auf
    den Ofen (2873 m, herrlicher Aussichtspunkt) oder auf das Laaxer Stöckli (2898 m).

Leichte Gletschertour zum Vorab (3018 m), retour nach Elm via Panixerpass,
    herrliche Rundtour in (fast) unberührter Natur.

Grischweg: Plaisir-Kletterei im 6./7. Grad in der Laaxer Stöckli-Wand.

Schöne Klettertour im dritten Schwierigkeitsgrad über den Gletscherhorngrat.
    Die Route ist gut mit Haken abgesichert.

Mittelschwierige Klettertour (ZS) aufs Zwölfihorn. Die Route wurde mit neuen Bohrhaken
    versehen und eine Abseilstelle eingerichtet. Details siehe Alpinführer Glarneralpen (2004), Route
    875.

Ausführliche Tourentipps ab der Martinsmad erhalten Sie hier !

Sie können diese Informationen auch als PDF-Datei herunterladen.


 
 
 
Bild: Vom Mittaghorn, 2415 m, (unser Hausberg) zu den Tschingelhörnern mit dem Martinsloch, dem Herzen des UNESCO-Weltnaturerbes «Tektonikarena Sardona» (08.10.2006)   Bild: Alpinwanderung über den Vorab, 3028 m, zum Panixerpass, 2407 m (07.10.2007)


 

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