1. Mittaghorn 2415 m, 1 ½ Stunden, markierter Bergweg Von der Martinsmadhütte rechts über den Tschingelbach und auf gut markiertem Bergweg Richtung Mittetaghorn. Unter dem Gipfelgrat eine Felspartie queren, unbedingt auf Wegzeichen achten. Vom Gipfel geniesst man einen imposanten Tiefblick auf Elm und ins Sernftal. SAC Alpinführer Glarner Alpen (2004), Route 871, Schwierigkeitsgrad T3 Neu: Markierte Route über den Nordgrat bis zum Firstboden (1744 m), mit Fixseilen und Wegstufen abgesicherte steile Grasbänder (Möglichkeit zum Hüttenzugang, siehe bei Zugang zur Hütte) SAC Alpinführer Glarner Alpen (2004), Route 873, Schwierigkeitsgrad T4/(T5)
2. Ofen 2873 m, 3 Stunden, markierter Bergweg Von der Martinsmadhütte über die kleine Stufe
auf die Martinsmad bis zum Wegweiser. Von hier links Richtung Ofenrus steigend
und auf markiertem Pfad bis auf ca. 2300 m, den Bach queren und in Richtung
Süden bis zu den Felsen. Der Bergweg geht durch die Wand bis Punkt 2455 und ist
mit fixen Stahlseilen gut gesichert. Anschliessend über Geröll und Schutt zum
Grischsattel (P. 2760). Von hier aus nach Norden über das Plateau zum Ofen. Der Ofen
bietet eine schöne Rundsicht und eindrückliche Bilder von den
Tschingelhörnern. Der Grischsattel ist der kürzeste und leichteste Übergang von der Martinsmad nach Flims. Vom Grischsattel weglos über Schnee und Geröll nach Osten, um den südlichsten Felsausläufer des Ofens herum etwa 100 m nordwestlich von P. 2565. Hier befindet sich die einzige Schwachstelle im breiten Felsriegel und der Einstieg in die Mulde Il Vonn (blaue Markierungen). Zuerst steil, dann eher linkshaltend zum P. 2365 und weiter auf den Weg in der Talmulde. Auf diesem abwärts zur Segnas-Hütte 2102 m. Variante mit Gegenaufstieg, dafür weniger
Abstieg: über den oberen Weg via La Siala und Fuorcla Raschaglius zum Fil de
Cassons 2674m. Fahrplan der Seilbahn beachten (Fahrplanfeld 2885,
Flims–Foppa–Naraus–Cassonsgrat). Ab der Martinsmad
ca. 6 Stunden. Möglich ist auch der Rückweg nach Elm via Martinsmadhütte oder via Segnas-Pass-Wanderweg (vorbei am Martinsloch). SAC Alpinführer Glarner Alpen (2004), Route 861,
Schwierigkeitsgrad T3 3. Glarner Vorab 3018 m, 4 Stunden, leichte Hochtour Von der Martinsmadhütte über die kleine Stufe auf die Martinsmad bis zum Wegweiser. Von hier in südlicher Richtung an den Fuss des "Schwarzwändli". Der Einstieg ist markiert. Der Weg führt mit Stahlseilen gesichert durch die Wand. Bei Punkt 2202 steigt man auf der rechten Seite vom Firn bis auf ca. 2300 m Höhe und erreicht in westlicher Richtung einen Felsabsatz. Über Felsplatten und Geröll links vorbei am markierten Felsturm (P. 2605) erreicht man den Vorabfirn. Der Vorabgletscher hat sich in den letzten Jahren stark verändert und sollte nur mit der nötigen Ausrüstung (Seil, Pickel) und mit Vorsicht begangen werden. In westlicher Richtung quert man den Gletscher links an den Felsstufen vorbei Richtung Glarner Vorab, der mit einer herrlichen Rundsicht aufwartet. Als Rückweg kann die Traversierung via Sether Furka (Crena Martin) zum Panixerpass wärmstens empfohlen werden, eine Tour mit Traumaussicht! Zuerst auf dem Hauptkamm bis P. 2727, danach durch die einfache geröllige SE-Flanke zur Sether Unterkunft (Crena Martin, P. 2614). Von dort entweder durch ein Couloir direkt zum Häxenseeli oder via Rotstock (2624 m) zum Panixerpass (2407 m) und auf dem Bergweg Richtung Elm. Natürlich geht's auch den gleichen Weg zurück via Martinsmad wieder retour nach Elm. SAC
Alpinführer Glarner Alpen (2004), Route 883, Schwierigkeitsgrad T4 4. Gletscherhorn P. 2805, Kletterei 4 bis 5 Stunden Beliebte und genussreiche Kletterei im Kalkgestein, 3. Schwierigkeitsgrad; Zeitbedarf etwa vier Stunden ab der Hütte bis zum Gipfel, knapp zwei Stunden für den Abstieg. Route gut
mit 30 Bohrhaken abgesichert! Man kann nun gut zusammen klettern und das Seil ab
und zu in einem Haken einhängen. Das Sichern mit Bandschlingen entfällt! Von der Martinsmadhütte dem
Weg zum Vorab folgend bis oberhalb der Felsstufe des Schwarzwändlis. Dort
zweigt man in Richtung Westen ab, um über etwas Schutt den Ostgrat zu
erreichen. Der Einstieg befindet sich dort, wo heller Kalk sich über dunklem
Urgestein auftürmt. Nachdem man die ersten beiden Felszacken überwunden hat,
erreicht man den P. 2458. Der Grat führt in angenehmer Kletterei weiter zum
Fusse des Gipfelaufbaus. Von hier entweder etwas rechts haltend durch eine
Kaminreihe oder besser, aber auch exponierter direkt über den Grat an den Fuss
des obersten Felskopfs. Dieser kann über ein Band und ein steiles Schuttkamin südlich
umrundet werden. Es ist aber angenehmer, diese Stelle rechts zu umgehen, wobei
man durch ein kurzes Kamin die hinter dem Felskopf liegende Scharte von Norden
her erreicht. Den letzten Aufschwung im Grat bezwingt man, indem man über eine
senkrechte Stufe in eine Spalte klettert, um anschliessend steil aufwärts durch
eine Verschneidung die Grathöhe zu erreichen. Von hier leicht zum Gipfelpunkt. Abstieg: Etwas schneller ist folgende
Variante: Vom Gipfel zuerst in nördlicher Richtung haltend über den Grat in
Richtung Zwölfihörner absteigen, dann nach Osten in Richtung Hütte. SAC Alpinführer Glarner Alpen (2004), Route 881, Schwierigkeitsgrad ZS; (Route 875 Zwölfihorn) 5. "Grischweg" aufs Laaxer Stöckli: Kletterei im 6./7. Schwierigkeitsgrad Imposante Plaisir-Kletterei,
modern und abwechslungsreich. Als PDF-Files stehen zur Verfügung: SAC
Alpinführer Glarner Alpen (2004), Route 869.3 6. Sardonahütte SAC 2158 m, Bergwanderung 6-7 Std. Von der Martinsmad-Hütte auf der Route zum Ofen (s. oben) bis zum
Grischsattel P. 2760. Weglos über Schnee und Geröll nach Osten, um den südlichsten
Felsausläufer des Ofens herum bis ca. 100 m nord- westlich von P. 2565. Hier
befindet sich die
einzige Schwachstelle im breiten Felsriegel, die den Einstieg in die Mulde Il Vonn ermöglicht
(blaue
Markierungen). Stets
weglos zu P. 2365, dann durch einfacheres Gelände in den Talkessel von Las
Palas, wo man auf die vom Pass dil Segnas herabziehenden Wege stösst. Auf dem höheren
Weg nach La Siala (P. 2459) und in weitem Bogen durch die Ebene von Segnas Sura
mit Ausblick auf mäandrierende Hochgebirgsbäche zur Fuorcla Raschaglius (P.
2551). Auf markiertem Weg bis ca. 2500 m absteigen und flacher bis Plaun dils
Agls (P. 2411), waagrecht haltend oberhalb von P. 2389 in den weiten Einschnitt
des Val Sax und in kurzem Aufstieg zur Trinser Furgga (P. 2492).
Im Abstieg durch steile bröcklige Flanke westwärts. Nach der tiefen
Rinne auf ca. 2400 m weiter auf dem Weg zur Sardonahütte. Alpinwandern Zentralschweiz-Glarus-Alpstein (SAC-Verlag, 2010), Etappe 32, Schwierigkeitsgrad T4
7. Gemütliche Tourenwoche in den Glarner Alpen Sardonahütte - Segnas + Sardona - Segnas-Hütte - Ofen + Laaxerstöckli - Martinsmadhütte - Vorab - Setherfurka (Crena Martin) oder Panixerpass-Schutzhütte - Hausstock - Muttseehütte Beschreibung: siehe SAC Alpinführer Glarner Alpen (2004), Schwierigkeitsgrad EB/WS/T5-.. 8. Alpines Wandern in den Glarner Alpen Das Buch "Alpinwandern Zentralschweiz/Glarus/Alpstein" (SAC-Verlag, 2010) beschreibt eine grosse Rundwanderung (17 Tage), die auch das Gebiet der Martinsmad umfasst: Vom Panixerpass über den Vorab zur Martinsmad (Etappe 31) und weiter über den Grischsattel zur Sardonahütte (Etappe 32). 9. Klettern in den Glarneralpen „GLclimbs“, Kletterführer Glarneralpen von Felix Ortlieb und Ruedi Jenny, 2009, siehe www.glclimbs.ch , www.vkl.ch Unter Anderen mit den Kletterrouten in der Umgebung der Martinsmadhütte
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