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Datum von
bis |
Tour |
Tourenleiter |
Art der Tour |
21.08.2010
22.08.2010
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Hochtour Piz Medel
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Hostettler, Jon
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Sektion
(Hochtour) |
Bericht Hochtour Piz Medel 21./22. August
Text: David Lerch
„Soll ich mich wirklich anmelden für diese Tour? Reizvoll wäre das ja schon, noch einmal auf eine Hochtour gehen diesen Sommer. Aber ich bin ja noch nicht lange Mitglied im SAC Randen und kenne doch niemand. Und da ich in der Regel am Sonntag arbeite, werde ich auch nicht oft mitgehen können. Soll ich da wirklich einsteigen?“ So sinniere ich vor mich hin und greife schliesslich doch zum Telefon und melde mich beim Tourenleiter an. Wenn ich schon einmal die Gelegenheit habe, will ich sie packen.
Die Anmeldung hat sich gelohnt, und wie sich auf der Tour zeigte, war ich nicht der einzige, der sich einen kleinen „Schupf“ geben musste am Anfang. Noch mindestens einer der andern fünf Teilnehmer war ebenfalls das erste Mal auf einer Sektionstour dabei.
Am Samstagmorgen um viertel nach acht Uhr trafen wir uns beim Bahnhof Rafz, beluden die beiden Autos und fuhren los, via Chur Richtung Bündner Oberland. War der Himmel erst noch mit ein wenig Dunst überzogen, klarte es unterwegs immer mehr auf. Mit zunehmender Sichtweite rückten immer mehr Berge ins Blickfeld. Bei der Raststätte Glarnerland machten wir einen kurzen Boxenstopp für alle, die noch schnell ihr Frühstück nachholen oder etwas Proviant für die Tour besorgen mussten. Dann ging es zügig weiter; das Bündner Oberland ist ja bekanntlich ziemlich lang, und unser Tourenleiter wollte zeitig in der Hütte sein.
Als wir bei der Brücke Pardatsch hinter Curaglia ausstiegen, stand die Sonne schon hoch am Himmel und es war entsprechend warm. Wir beschlossen, einige unserer feinen Sachen lieber im Magen als im Rucksack auf die Hütte zu tragen und hielten Mahlzeit. Solchermassen gestärkt und erleichtert stiegen wir auf einem sehr angenehmen Wanderweg vorbei an allerlei Büschen, Bäumen, Blumen und Steinen hinauf zur Alp Sura (mit vielen „unechten“ und einer Handvoll „richtigen“ Kühen) und etwas steiler zur Camona da Medel. Der Empfang war traumhaft: Auf den letzten Schritten vor den Hütten standen Hunderte von dunkelvioletten Glockenblumen Spalier, und auf dem Sitzplatz servierte uns die Hüttenwartin einen süssen, kühlen Tee als Willkommenstrunk.
Während wir uns gemütlich einrichteten und den freien Nachmittag genossen, war unser Tourenleiter etwas unterhalb der Hütte vom Weg abgebogen und mit Schuss direkt zum Glatscher da Medel aufgebrochen, um den Einstieg zur Tour am nächsten Tag zu besehen. So hatte er am Abend dann handfeste Argumente, um den Hüttenwart davon zu überzeugen, das Morgenessen etwas früher zu servieren als erst um sechs.
Zum Znacht gab es eine würzige Suppe vorweg, eine rassige Polenta mit Ragout und frischem Salat zum Hauptgang und eine Art Lebkuchen zum Dessert. Anschliessend berichtete uns der Tourenleiter kurz, was uns am nächsten Tag erwarten würde, teilte die beiden Seilschaften ein und gab uns Instruktionen zum Packen. Wir bereiteten uns gut vor auf einen raschen Aufbruch am Morgen, sortierten schon am Abend alles aus, was auf der Hütte deponiert werden konnte, füllten unsern Tee ab, packten die Rucksäcke, sogen noch ein paar Augenblicke lang die herrliche Abendstimmung auf und gingen nicht zu spät liegen.
So waren wir am andern Morgen um viertel nach fünf Uhr rasch wach, und während andere Gäste noch halb verschlafen durch die Hütte stolperten, befanden wir uns um viertel vor sechs bereits auf dem Weg zum Gipfel. Es war der ideale Zeitpunkt zum Aufbruch; wir konnten von Anfang an ohne Stirnlampen gehen.
Zuerst ging es ein paar Schritte hinab, über ein schmales Weglein zu einer steilen Felspassage mit Ketten, dann immer weiter über Schutt, kleine Blöcke und kleine, harte Schneefelder hinauf zum Gletscher. Nun seilten wir an, und damit wirklich nichts passieren konnte, brachte unser Tourenleiter am ersten Hang gleich auch noch ein 60m-Fixseil an. Der Firn war nämlich steinhart, und der Hang immerhin 40 Grad steil.
Dafür war die zweite der Hälfte der Tour umso sanfter. Wir merkten kaum, dass wir beim Gang über den Gletscher weiter an Höhe gewannen, sondern genossen den Aufgang der Sonne, die herrliche Berglandschaft und die wunderbare Aussicht, die sich auf dem Gipfel zu einem prächtigen Rundblick weitete: Im Westen die Walliseralpen mit Monte Rosa, Weissmies, Mischabel, Zinalrothorn, Dent Blanche, Weisshorn; im Nordwesten die Berneralpen mit Bietschhorn, Aletschhorn, Finsteraarhorn, Fiescherhörner, Mönch und Lauteraarhorn; im Norden die Urner und Glarneralpen; im Osten unzählige Bündner Gipfel vom Bündner Vorab über die Bernina bis zum Rheinwaldhorn…
Nach einer ausgiebigen Rast hiess es leider nur zu bald schon wieder absteigen, über den kurzen Gipfelgrat zum Gletscher, den steilen Firnhang dem Fixseil nach hinunter ins Blockgelände, möglichst ohne lose Steine in Fahrt zu bringen hinab zu den Ketten und dem schmalen Weglein entlang zurück in die Hütte. Wir erreichten sie gerade rechtzeitig zum Mittagessen. Rundum zufrieden und beschwingt von den vielen schönen Eindrücken stiegen wir ab ins Tal und fuhren heim, die einen über den Oberalppass und durch die Innerschweiz, die andern durchs Oberland.
Ich bedanke mich herzlich beim Tourenleiter, Jon Hostettler, für die freundliche und umsichtige Führung, und bei den „alten SAC-Hasen“ für die angenehme Kameradschaft.
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12.03.2010
12.03.2010
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123. Generalversammlung
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Mosler, Christof
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Vereinsanlässe
(Diverses) |
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15.10.2009
15.10.2009
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Bergwanderung Gross Aubrig
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Wüthrich, Niklaus
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Senioren
(Wanderung) |
Ausgefallen wegen Wetter und Schnee. Ersatzwanderung mit zwei Teilnehmern über den Hinterfallenkopf bei schönstem Herbstwetter am 30. Oktober.
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02.09.2009
03.09.2009
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Bergwanderung Büelenhorn
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Wüthrich, Niklaus
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Senioren
(Wanderung) |
Ausgefallen wegen fehlender Anmeldungen
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14.02.2009
14.02.2009
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*** Änderung *** Skitour Cunggel/Glattwang
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Weyer, Michael
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Sektion
(Skitour) |
„Da war er noch nie“ – oder Bericht einer Skitour vom 15.2.09 auf den Cunggel GR
„Wir wollen mitcunggeln!“ lautete unsere Anmeldung für die Skitour im Februar 2008. 2008? Ja, damals plante Michael Weyer, umtriebiger Tourenleiter und Wintertourenchef, die Cunggeltour zum ersten Mal. Sie fiel dem Schneemangel zum Opfer. Michael suchte weiter auf der Karte nach dem Motto „Wo war ich noch nie?“ und fand den Wäspen im Urnerland, ebenso ein lohnenswertes Tourenziel.
Nun zurück zu diesem Jahr. Meine Frau und ich waren von der Ausschreibung sofort angesprochen: Anreise nach Vals, Baden in der Therme, Skitour aufs Faltschonhorn und Abfahrt ins Vorderrheintal. Da stimmt doch was nicht – richtig: Leider fanden wir in Vals keine Herberge (im Stall übernachten wollten wir doch nicht). Also wurde die letztjährig geplante Tour aus der Schublade gezogen: vom Schanfigg über den Cunggel ins Prättigau.
Diesmal passte alles, es hatte fast zu viel Schnee und Gefahrenstufe „erheblich“, so dass sich meine Frau entschied, sich der Familie und der Wäsche zu widmen und mich alleine ziehen liess. Auch so waren wir eine stattliche Gruppe, im Zug Richtung Arosa sassen wir dann alle 13 Teilnehmer erstmals im selben RhB-Wagen. Vorher hiess es aber früh aufstehen, Michael befahl uns auf den 05.27 Zug ab Schaffhausen. Als ich um 05.24 auf dem Perron auftauchte, stand Michael auf dem Trittbrett und sah sich suchend um – ich war der letzte Einsteiger in Schaffhausen; Michael war offensichtlich froh, alle beisammen zu haben verzichtete auf eine seiner legendär witzig-trockenen Bemerkungen.
In St. Peter-Peist stiegen wir auf den Skibus des kleinen Skigebiets Hochwang um. Gestatten Sie mir eine kleine Werbebotschaft für Hochwang: schöne Pisten auf idealen Skihängen, viele Möglichkeiten zum Freeriden und nicht überlaufen. Obwohl wir keine Tageskarte kauften und den Bus fast alleine füllten, durften wir ihn gratis benützen.
In Fatschel ob St. Peter auf 1500 Meter wurden die Felle montiert. Unser Alphatier Michael ging voraus und spurte uns mit seinen triathlongestählten Beinen einen Weg durch den herrlichen Pulverschnee, um die 40cm Neuschnee waren es schon. Wenn man ihm einen Vorwurf machen kann, dann den, dass er 100 Meter am Skihaus Hochwang vorbeispurte. Ich wäre sicher nicht der Einzige gewesen, der einen Kaffee geschätzt hätte.
Bei wundervollstem, aber bitter kaltem Wetter, ging es aufwärts und bis auf einige steilere Meter im Gipfelhang war das Gebiet lawinensicher flach, was Trösch zur Bemerkung veranlasste, lieber auf dieser Seite aufzusteigen als abfahren zu müssen. Herrliche Aussicht, warmer Tee, Gipfelküsse und kalte Finger beim Felle versorgen – was braucht Frau oder Mann mehr?
Richtig, einige herrliche Abfahrtsmeter auf die Ebene runter Richtung Arflinafurgga, die wegen der Schneeverhältnisse als Alternativroute diente. Einigen wurde der Abfahrtsgenuss durch Stögeli (am Belag!) etwas vermiest. Nach längeren, teilweise hitzigen Diskussionen, wo denn diese Furgga ist, fellten wir los. Wie des öftern im Leben, lag die Wahrheit (resp. diesmal die Furgga) in der Mitte und wir kamen so noch in den Genuss einiger zusätzlicher Panoramameter auf dem Grat zwischen Prättigau und Schanfigg. Ich genoss diese wirklich fantastische Hochwinterlandschaft sehr.
Auf der Arflinafurgga spaltete die Frage „Felle weg oder mit Fellen die paar Meter abfahren?“ unsere Gruppe. Ich hätte die Felle gescheiter weggenommen, denn die Schräghangabfahrt tat der Klebekraft meiner schon etwas älteren Felle gar nicht gut. Nach einem kurzen Teehalt kamen dann aber sämtliche Felle in den Rucksack und die Abfahrt ging Richtung Fideriser Heuberge weiter. Sehnsüchtig schauten einige Richtung Skihaus, das sicher mit einem feinen Capuccino aufgewartet hätte. Michael war aber gnadenlos und hatte kein Musikgehör. Auf Vorschlag von Walter nahmen wir den Skilift und liessen uns einige Höhenmeter Richtung Glattwang hochziehen. Dieser Gipfel fiel wegen der Lawinensituation aus, wir beschlossen direkt zum Glattwangseeli (Punkt 2302) zu traversieren. Nach einer Pisten- und anschliessenden Schräghangfahrt wurden die Felle zum dritten und letzten Mal montiert. Wie bereits angetönt, blieb es bei mir nicht dabei. Nach dem 6. oder 7. Mal Fellverlust überwand ich meinen Stolz und ich bat den mit mir zurückbleibenden Trösch um Isolierband. So ging’s deutlich besser und wir holten die Gruppe, die beim Glattwangseeli zur Abfahrt umrüstete, fast noch ein.
1600 Höhenmeter bis Jenaz im Prättigau lagen vor uns! Bizarr eingeschneite kleine Tännchen zeigten an, dass wir uns der Waldgrenze näherten. Vorher gab es noch ein paar Superhänge, wobei es doch schon einige Spuren drin hatte, was zumindest mich beim Kurzschwingen manchmal aus dem Rhythmus warf. Aber wir konnten uns nicht beklagen – es gab für alle noch ein paar Meter unverspurten Pulver. Auch hier fand unser Tourenleiter wie im Schlaf den richtigen Weg. War er da wirklich noch nie?
Unten beim Bahnhof Jenaz standen wir vor der schwierigen Frage, den in 10 Minuten fahrenden Zug zu nehmen oder noch einzukehren. Grossmehrheitlich siegte der Durst über das Heimweh und so stürmten wir eine verrauchte Beiz. Der deutschen Serviertochter brachten wir noch den Unterschied zwischen einer Stange und einem Chübeli bei. Das erste Chübeli schmeckte hervorragend und war bald leer, so dass ich noch eine gespritzte Stange bestellte – und nochmals ein Chübeli Bier bekam. Henusodänn, der Durst war genügend gross. Die Runde wurde verdankenswerterweise von einem Teilnehmerpaar (Name allen Teilnehmern bekannt) spendiert, hier nochmals Danke!
So ging es erst um 18 Uhr Richtung Zürich, wo sich unsere Zürcher Delegation verabschiedete. Wieder musste entschieden werden: Einen Kaffee im Zürcher Hauptbahnhof und den Schnellzug um 20.10 Uhr nehmen oder die S16 via Winterthur um 19.44, um in Schaffhausen 10 Minuten früher anzukommen? Leider unterlag der sich vehement für eine weitere Stärkung einsetzende Trösch und wir gingen auf die S16. Böse Überraschung: in der fast neuen Komposition war das einzige WC defekt. Dies hatte zur Folge, dass sich ein Teilnehmer für einen dringenden WC-Besuch in Effretikon verabschieden musste! Schadenfreude kam höchstens kurz auf, denn nach der Abfahrt in Andelfingen gab es einige Geräusche, die nichts Gutes bedeuteten. Die S-Bahn hatte einen ernsthaften Defekt, so dass der Lokomotivführer 20 Minuten brauchte, bis die Lok wieder weiterfahren konnte. Immerhin wurden wir informiert, zuerst durch den etwas nervösen Lokiführer und – als alles vorbei war – auch durch die Leitzentrale.
So kamen wir doch noch und etwas verspätet - nach dem Schnellzug - in Schaffhausen an. Es zeigt sich, Touren mit Michael sind Klasse und abenteuerlich.
Michael, es danken dir Susi (2x), Irène, Hanni, Mirjam, Jürg, Peter, Trösch, Walter, Rudi, Christian und der Protokollführer Marcel herzlich für die tolle Leitung! Wir freuen uns auf den nächsten Berg, „wo du noch nie warst“.
http://www.mapplus.ch?x=770153&y=192973&zl=14
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